Mode ist nicht …

 

… nur inszenierte Kleidung, ein kulturwissenschaftlicher Gegenstand oder ein ästhetisches Ereignis. Sie muss darüberhinaus vor allem in ihrer umfassenden sinnlichen Wirkungsmacht aufgezeigt werden, um das Atmosphärische des Modischen begreifbar zu machen.

Die kulturelle Praxis der Mode lässt sich nicht allein durch symbolisches Handeln, das inszenierende Spiel mit Artefakten beschreiben, ist sie so doch lediglich die jeweils aktuelle Realisierung des Modischen. Diese konkrete Wirklichkeit der Mode basiert darüber hinaus vielmehr auf ihrer grundlegenden spezifischen Transmedialität, die sich im Modehandeln zeigt.

Der Umgang mit Kleidung, das Modehandeln, geht weit über eine performative Verkörperung des Modischen in Zeit und Raum hinaus. Modehandeln heißt, dass Mode niemals ist, sondern immer in einem responsiven Prozess aushandelbar bleibt.

Der bekleidete menschliche Körper ist mehr als ein Modekörper, der durch seine Körperlichkeit Mode ermöglicht. Die Erzeugung von modischem Begehren ist eine interkorporale Entität.

Mode kann als ein System von aisthetischen Wirkungsweisen, performativen Sinnesbezügen, leiblichen Ausdrucksformen und fleischlicher Bewusstheit verstanden werden.

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